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„In der Ruhe liegt die Kraft“

oder Eile mit Weile (festina lente ) oder calma, calma. Viele Redensarten beschreiben diese Energie, die nicht aus Bewegung kommt. Ich bin diesem Leitsatz in den Ferien drei Mal begegnet.



 

„Das Limit bin nur ich“ ist der Titel meiner Ferienlektüre. Jonas Deichmann, ein Extremsportler, beschreibt darin eindrücklich sein Abenteuer. Zu Fuss, mit dem Rad und schwimmend hat er die Welt umrundet. 120 Marathons am Stück, über Wochen zwischen 150 und 250 km radfahren und die Adria runterzuschwimmen, das ringt mir grösste Achtung ab.

Aber etwas anderes bleibt mir hängen, weil es Eigenschaften oder mehr noch Haltungen sind, die für jeden Menschen nützlich sind.


Behalte die Ruhe

Ich habe einen Platten. - Dichtet sich der Schlauch und füllt er sich, wenn ich mich aufrege? - nein

Es giesst wie aus Kübeln. - Schliesst der Himmel seine Pforten, wenn ich verzage? - nein


Bleibe optimistisch

Nach jeder Baisse folgt eine Hausse, bzw. auch auf die schwärzeste Nacht folgt ein Morgen.

Ich bin dieses Abenteuer eingegangen, ich bin freiwillig hier, ich wollte das.

Ich habe schon viel erlebt, und „es hat noch immer jot jegange“.


Deichmann muss diese positive Kraft richtiggehend ausgestrahlt haben. Und wo ich so darüber nachdenke, kommt mir eine Weisheit in den Sinn, die ich auf einem meiner T-Shirts trage.


 

Why worry?


Hast du Probleme?

Nein - why worry

Ja - Kannst du sie lösen? - ja - why worry

Ja - Kannst du sie lösen? - nein - why worry



Eigentlich sehr befreiend, oder?


 

Nach all diesen klugen Worten noch eine Episode aus dem (meinigen) Leben.

Wir haben ein Hausboot gemietet, was a) keinerlei Ausweis braucht und b) ganz einfach zu steuern ist (gemäss Katalog). Dass die Strömung das Floss zieht und der Wind es drückt, dass der Bug immer noch nach Backbord driftet, wenn ich schon längst nach Steuerbord will, dass mein hektisches Korrekturmanöver den Kurs nicht grädet sondern einfach auf die andere Seite krümmt, dass man solchermassen schlenkernd beim Versuch in einen schmalen Liegeplatz zu parkieren belustigte bis besorgte Aufmerksamkeit erregt, das habe ich nicht bedacht.

Der Könner hat mir bei der Probefahrt mehrfach ans Herz gelegt - immer mit der Ruhe!

Ich hab‘s nicht geschafft.


Du brauchst auch positive Erfahrungen, die dich an ein Gelingen glauben lassen. Das beruhigt.


 

Haeggars Schnappschuss 2207

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